Archive for the ‘Aktuell’ Category

Eigene Kraft reicht nicht aus

Wednesday, August 19th, 2009

Die Wahlen in Afghanistan sind in aller Munde. Nur wenige kümmern sich bei diesem Thema um die Situation der Frauen. Die Organisation medica mondiale hat auf ihre Homepage ein Interview der Journalistin Ann Jones mit einer Mitarbeiterin vor Ort gestellt. Ihr Fazit: Die internationale Gemeinschaft muss sich sehr viel stärker für die afghanischen Frauen einsetzen - sie können es aus eigener Kraft kaum schaffen.

                  Das vollständige Interview

Wieder an Bord

Monday, August 17th, 2009

Hallo zusammen, nach einem dreiviertel Jahr Pause - shame on me - bin ich wieder am Start. In Zukunft werde ich wieder regelmäßig bloggen, spätstens ab dem 31.8. In den letzten Monaten war ich mit einer Neuorientierung im Beruf stark beschäftigt, dazu bald mehr.

Heute die neusten Nachrichten von der “Feminisierung” der CDU ;-)  Der Sender n-tv berichtet online:

“Auch Kanzlerin Merkel findet es “nicht hinnehmbar”, dass noch immer mehr Männer in den Chefsesseln deutscher Konzerne Platz nehmen. Die Frauen-Union will deshalb notfalls wie Norwegen Gesetze einführen, die diesen Zustand ändern sollen. …

Vollbild anzeigen ”Norwegen hat per Gesetz eine Frauenquote von 40 Prozent in Aufsichtsräten beschlossen. Wenn alle Appelle nichts nützen, kann das auch für Deutschland eine Option sein”, erklärte die frisch wiedergewählte Vorsitzende der Frauen-Union, Maria Böhmer, in Duisburg.”….

 

Sach ich doch…. :-)

Zeitproblem

Monday, January 12th, 2009

Hallo zusammen, zurzeit schaffe ich es nicht regelmäßig zu bloggen - ab April wieder mindestens jede Woche. Versprochen! Beste Grüße an alle, stefanie

Elterngeld juristisch bedenklich?

Tuesday, November 18th, 2008

Eine interessante Stellungnahme zum Elterngeld hat der ^Deutsche Juristinnenbund veröffentlicht:

Elterngeld ist für Eltern bei Teilzeitarbeit unattraktiv

Pressemitteilung vom 14.11.2008

Der Deutsche Juristinnenbund (djb) unterstützt den Offenen Brief zum Bundeselterngeldgesetz, in dem zahlreiche Verbände und Expert/innen Nachbesserungen fordern

Am 13. November 2008 hat der Deutsche Bundestag in zweiter und dritter Lesung über das erste Änderungsgesetz zum Bundeselterngeldgesetz beschlossen. Diese Änderungen sind aus Sicht der Unterzeichner/innen, zu denen auch der djb gehört, zur Förderung partnerschaftlicher Erziehungsverantwortung nicht ausreichend; es besteht weiterer Nachbesserungsbedarf.

Der Deutsche Juristinnenbund (djb) fordert seit der Einführung des Elterngeldes, dass gemeinsame Teilzeit und Kinderbetreuung durch beide Eltern gefördert und nicht – wie jetzt durch das Gesetz – behindert werden darf. Reduzieren beide Elternteile ihre Arbeitszeit und damit das Einkommen, das der Berechnung des Elterngeldes zugrunde liegt, um die Hälfte, ist ihr gesamter Elterngeldanspruch mit dem 7. Lebensmonat des Kindes erschöpft. Das erste Änderungsgesetz sieht hierzu keinerlei Änderungen vor.

Der djb hat bereits im ersten Gesetzgebungsverfahren im Jahr 2006 einen konkreten Regelungsvorschlag zur Lösung des Problems entwickelt. Dr. Christine Fuchsloch, die als Sachverständige vom Bundestagsausschuss für Familie angehört wurde, erläutert die Position des djb: „Gegenwärtig schreibt der Staat durch die Ausgestaltung des Elterngeldes vor, dass Eltern ihre Kinder im ersten Lebensjahr entweder in Vollzeit erziehen oder in Vollzeit arbeiten sollen. Das ist verfassungsrechtlich bedenklich. Durch die Geburt eines Kindes wird ein Anspruch auf Elterngeld für beide Eltern begründet. Es ist daher nur konsequent, dass sich die Eltern die Erziehung auch teilen können, wenn der monatliche Gesamtelterngeldanspruch begrenzt wird. Mit einer solchen Regelung wären auch keine zusätzlichen Kosten verbunden, denn grundsätzlich sind zwei halbe Elterngeldmonate (d.h. jeweils Einkommensreduzierung maximal um die Hälfte) nicht teurer als ein voller Elterngeldmonat.“

Aus Anlass des enttäuschenden Ersten Änderungsgesetzes haben sich fünf von insgesamt sieben der im Gesetzgebungsverfahren gehörten Sachverständigen, 22 Verbände, 244 Gleichstellungsbeauftragte und 33 weitere Unterstützer/innen am 14. November 2008 in einem Offenen Brief an Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen gewandt und eine Lösung dieses Problems angemahnt. Sie betonen, dass die gegenwärtige Regelung weder im Interesse der Eltern noch der betroffenen Unternehmen liegen kann und zudem die Arbeitsmarktchancen von Frauen deutlich schmälert. Jetzt ist eine weitere Reform überfällig.

Der djb hat ausführliche schriftliche Stellungnahmen zum Ursprungsentwurf des Elterngeldgesetzes

und zum ersten Änderungsgesetz

abgegeben, in denen jeweils der doppelte Anspruchsverbrauch bei gemeinsamer Teilzeit kritisiert wurde.

Kontakt zu Dr. Christine Fuchsloch:
Über die djb-Geschäftsstelle: Telefonnr. 030 4432700.

Einkommensseuer - wer zahlt was?

Monday, September 29th, 2008

Kennt ihr das auch? In jeder 3. Talkshow sagt einer vom Mittelstand oder ein Wirtschaftsexperte: “Immerhin zahlen die oberen 20 % der Bevölkerung (damit meint er dann immer sich ;-) , st. berg) knapp 80 % der Steuern”. Ich habe mich schon immer gefragt, ob und wieso das so ist. Dankenswerterweise hat die Zeitschrift Publik Forum eine Zusammenfassung in Ihrer Ausgabe Nr. 17, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

“Laut Statistischem Bundesamt zahlen die oberen 26,8 Prozent der Steuerpflichtigen 79,6 Prozent der Lohn- und Einkommenssteuer. Dazu zählen die Statistiker schon Bezieher von Einkommen ab 37.500 Euro pro Jahr (das ist im Monatsdurchschnitt 3.125 Euro, st.berg). Fast drei Viertel aller erfassten Steuerpflichtigen haben im Jahr 2004 weniger als 37.500 Euro brutto verdient - und brachten 20,4 Prozent der Lohn - und Einkommenssteuer auf. Die Hälfte der Steuerzahler verdiente weniger als 23.000 Euro. Aufgrund dieser geringen Einkommen tragen sie gerade 4,3 Prozent zur Lohn- und Einkommenssteuer bei….”

So ist das also. Bei den “oberen 20 Prozent” denkt man ja immer an Ackermann und Konsorten. Aber Menschen mit einem Durchschnittsgehalt von 3.125 Euro brutto gehören schon dazu. Das Einkommensniveau in Deutschland ist einfach katastrophal niedrig - zumindest für gut die Hälfte der SteuerzahlerInnen.


Manager dürfen Väter sein

Monday, August 18th, 2008

Letzten Mittwoch vor dem Arbeitsgericht in Düsseldorf: Achim Schwarz, führender Angestellter bei der (bisher) renommierten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft “Ernst & Young” erhält die richterliche Bestätigung: Auch Manager dürfen sich um ihre Kinder kümmern und Teilzeit arbeiten. Der Richter ließ während des Prozesses klar durchblicken: Es war Unrecht, Achim Schwarz seinen Antrag auf Teilzeitarbeit zu verwehren.

Was war passiert? Achim Schwarz und seine Partnerin hatten sich alles gut überlegt: Jeder von ihnen sollte ein halbes Jahr in Elternzeit gehen, danach wollten sie beide in Teilzeit arbeiten und sich gemeinsam um ihre kleine Tochter kümmern. Allerdings hatten sie die Rechnung ohne den Wirt, d.h. in diesem Fall ohne Ernst & Young, gemacht. Der Antrag auf Teilzeit von Achim Schwarz wurde abgelehnt. Nach der Devise “ganz oder garnicht” verwehrten die führenden Wirtschaftsprüfer das Recht auf Teilzeitarbeit. Achim Schwarz blieb zwei Jahre zu Hause, seine Frau ging als Lehrerin voll arbeiten. Aus der Traum von gemeinschaftlichem Elterndasein. Nicht rechtmäßig, wie vor Gericht nun bestätigt. Achim Schwarz erhält für seine entgangene Teilzeit 45.000 € und sein Arbeitgeber großes öffentliches Interesse. Dies allerdings nicht zum Positiven - das Unverständnis in den Medien ist groß.

Und das ist dann auch die gute Nachricht: Ernst & Young haben es völlig unterschätzt, dass der Zeitgeist auch Vätern ihre Rechte einräumt. Der Imageschaden ist angerichtet. Wie ein Hohn klingt es denn nämlich vor dem Hintergrund dieses Prozesses, dass wir auf der Homepage von Ernst & Young lesen: “Unsere Mitarbeiter sind unser wichtigstes Kapital. Wir erwarten von unseren Mitarbeitern, dass sie sich überdurchschnittlich engagieren. Wir wissen aber auch, dass sie effektiver und besser arbeiten, wenn sie ein ausgeglichenes Leben führen.”

Tja Jungs, altes Denken ist nicht mehr angesagt, auch Männer emanzipieren sich ;-)

Verflixte Technik

Monday, July 21st, 2008

Durch einen üblen Virus war ich über drei Wochen vom Blog abgeschnitten.  Mit heftiger Unterstützung der tollen Fafalters bin ich jetzt wieder am Start. Leider sind bei der Rettungsaktion drei aktuelle Postings verloren gegangen. Aber ich bin ja froh, dass der Rest gerettet wurde. Am Freitag geh ich in den Urlaub - ab dem 15. August poste ich wieder. Bis dahin wünsche ich euch noch ein paar schöne Sommertage  stefanie

Wir sind in Urlaub ;-)

Wir sind in Urlaub ;-)

Quergedacht: “Burma heißt Myanmar”

Friday, June 6th, 2008

alice_schwarzer_home_011.jpg Einen sehr spannenden Artikel hat Alice Schwarzer in der FAZ veröffentlicht. Dokumentiert ist der Beitrag auf ihrer Website unter der Ãœberschrift “Tage in Burma“. Da ich mich selbst noch nie mit Burma / Myanmar beschäftigt habe, fand ich die andere Betrachtungsweise von Alice Schwarzer äußerst gewinnbringend. Es fängt schon damit an, dass wir in der Berichteratung hatnäckig am kolonialen Namen festhalten: “In den vergangenen zwölf Jahren war ich viermal wochenlang in dem Land, das einst Burma hieß und sich heute Myanmar nennt – weil in seinen Grenzen nicht nur Burmesen leben, sondern viele Ethnien.” Und ehrlich gesagt habe ich mich auch gefragt, warum ein Land Personal von amerikanischen Kriegsschiffen ins Land lassen muss, damit es unseren Kriterien von “hilfswürdig” entspricht. Zudem mokiert sich Alice Schwarzer zu Recht über die sehr unterschiedliche Art und Weise der Berrichterstattung: “Ein grausamer Zufall wollte, dass zwei fast zeitgleiche Naturkatastrophen passierten: im kleinen rückständigen Burma und im daneben liegenden mächtigen China. Beide Länder haben zehntausende, wenn nicht hunderttausend Tote zu beklagen. Beide Länder ließen zunächst ausschließlich asiatische Nachbarn ins Land und lehnten in den ersten chaotischen Tagen und Wochen westliche Hilfsangebote ab. Doch wie unterschiedlich die Berichterstattung.” und etwas später schreibt sie: “Denn Präsident Bush ließ prompt nach der Katastrophe wissen, Amerika verlängere die wirtschaftlichen Sanktionen gegen Burma um ein weiteres Jahr – worunter seit Jahren vor allem die Bevölkerung schwer leidet. Da fragt sich nicht nur die gern gescholtene „Militärclique“, da fragt sich auch der deutsche Arzt Schoeneich: Was eigentlich wollen die beiden amerikanischen Kriegsschiffe, die vor dem verwüsteten Irrawaddy-Delta im Pazifik liegen? Der verzweifelten Bevölkerung helfen?” Ja, das war auch der Punkt, der mich stutzig gemacht hat.
Alice Schwarzer ist und bleibt eine manchmal auch unbequeme Querdenkerin - zu meiner großen Freude!

Neue Studie: Frauen gehen online

Friday, May 23rd, 2008

Das Frauenmagazin Brigitte hat eine Studie zum Kommunikationsverhalten von Frauen erstellt. Interessantes Ergebnis: Kommunikative Frauen kommunizieren mit allen Kanälen - nutzen also auch die virtuellen Kanäle des Internets. Im Jahr 2000 waren nur rund 20 Prozent der Frauen zwischen 14 und 64 Jahren vom Internet begeistert. Heute gehen schon zwei Drittel aller Frauen bis 64 Jahre regelmäßig odere auch gelegentlich online. Dabei nutzen rund die Häfte der 16 Millionen Frauen immerhin zwischen ein bis fünf Stunden pro Woche das weltweite Netz. 2,9 Millionen Frauen bezeichnen sich selbst als Intensiv-Nutzerinnen. D.h. sie klicken sich länger als fünf Stunden in der Woche durch die virtuellen Welten.

netz.jpg Zusammenfassung aus ibusiness.de: “Dabei ist das Interesse am Internet keinesfalls Abhängig von der Altersstruktur vieler Nutzerinnen. So beträgt der Anteil der über Vierzigjährigen, der bei allen Frauen 38,8 Prozent ausmacht, unter den Internetnutzerinnen immerhin bereits 25,4 Prozent. Betrachtet man die Zusammensetzung der Intensivnutzerinnen, sinkt dieser Anteil jedoch auf 16,3 Prozent, während junge Frauen zwischen 14 und 39 Jahren in dieser Gruppe besonders oft anzutreffen sind.

Am häufigsten wird das Internet von den Frauen genutzt, um E-Mails zu empfangen und zu versenden: 83,7 Prozent von ihnen kommunizieren per elektronischer Post. 57,3 Prozent informieren sich im Internet über aktuelle Geschehnisse und knapp die Hälfte nutzt Unterhaltungsangebote (48,8 Prozent) oder sucht Informationen, die sie beruflich nutzen können (46,6 Prozent). Die Intensivnutzerinnen verbringen außerdem überdurchschnittlich viel Zeit im Web, um Unterhaltungsangebote anzusehen (71,5 Prozent) und mit Freunden zu chatten (67,4 Prozent). Immer mehr Frauen gehen aber auch online, um Informationen über Marken und Produkte zu erhalten. So nutzen 38,7 Prozent das Web, um Preise zu vergleichen, 35,7 Prozent vergleichen Marken und Produkte miteinander und 20,7 Prozent suchen nach Bewertungen und Testberichten.”

Zu wenig Frauen sind peinlich

Friday, May 9th, 2008

Na endlich kommt Bewegung in die Diskussion um eine Frauenquote bei den Aufsichtsräten deutscher Unternehmen. Bereits im Februar 2007 haben über 500 Menschen unsere öffentliche Petition zu dem Thema an den Bundestag unterzeichnet. Gestern berichtete die taz unter der Ãœberschrift “Peinlicher Mangel an Managerinnen” vom Rechtsausschuss des Bundestages. Dieser hatte unter anderem den früheren norwegischen Wirtschaftsminister Ansgar Gabrielsen eingeladen. anskargabrielsen.jpg Zu seinem Statement schreibt die taz: “Es gibt ein neues Argument für die Geschlechterquote und das heißt “Peinlichkeit”. Diesen Grund führte am Mittwoch der ehemalige Wirtschaftsminister Norwegens, Ansgar Gabrielsen, ein. Der Rechtsausschuß des Bundestages hatte am Mittwoch Abend Experten zu einer möglichen Quotierung der deutschen Aufsichtsräte nach norwegischem Vorbild befragt. Norwegen hat im Januar 2008 eine 40-Prozent-Quote für Aufsichtsräte von Aktiengesellschaften eingeführt. Ihm sei es schlicht peinlich gewesen, dass sich die gut qualifizierte Hälfte der Bevölkerung Norwegens nicht in den Führungsetagen der Unternehmen wiederfinde, so Gabrielsen vor den Experten.” Auch wenn bisher nur die Grünen von einer Quote in den Wirtschaftsunternehmen überzueugt sind - es bewegt sich was. Lasst uns das Beste hoffen…