Archive for March, 2006

Hauptschule abschaffen? - yeah (-:

Friday, March 31st, 2006

Die Tagesschau macht auf Grund der aktuellen Diskussion um Gewalt an den Schulen eine spannende Umfrage:

“Aggressive Stimmung, gewalttätige Schüler und mangelnde Integration von Ausländerkindern sind nicht nur an Hauptschulen ein Problem - dort aber besonders. Die Lehrer einer Berliner Hauptschule schlugen als letzte Konsequenz sogar vor, ihre Schule aufzulösen. Die Lehrergewerkschaft GEW und der Kriminologe Christian Pfeiffer plädieren sogar dafür, diese Schulform ganz abzuschaffen, weil sie zur „Verliererschule” (Pfeiffer) geworden sei. Was meinen Sie?” Hier geht es zur Umfrage (ganz nach unten scrollen)

“Typisch Frau”

Friday, March 31st, 2006

Ein Unternehmen hat seine Spitzenleute auf ein teures Seminar geschickt. Sie sollen lernen, auch in ungewohnten Situationen Lösungen zu erarbeiten. Am zweiten Tag wird einer Gruppe von Managern die Aufgabe gestellt, die Höhe einer Fahnenstange zu messen. Sie beschaffen sich also eine Leiter und ein Bandmaß. Die Leiter ist aber zu kurz, also holen sie einen Tisch, auf den sie die Leiterstellen. Es reicht immer noch nicht. Sie stellen einen Stuhl auf den Tisch, aber immer wieder fällt der Aufbau um. Alle reden durcheinander, jeder hat andere Vorschläge zur Lösung des Problems.

Eine Frau kommt vorbei, sieht sich das Treiben an. Dann zieht sie wortlos die Fahnenstange aus dem Boden, legt sie auf die Erde, nimmt das Bandmaß, misst die Stange vom einem Ende zum anderen, schreibt das Ergebnis auf einen Zettel und drückt ihn zusammen mit dem Bandmaß einem der Männer in die Hand. Dann geht sie weiter.

Kaum ist sie um die Ecke, sagt einer der Top-Manager: “Das war wieder typisch Frau! Wir müssen die Höhe der Stange wissen und sie misst die Länge!
Deshalb lassen wir weibliche Mitarbeiter auch nicht in den Vorstand.”

Herr Schirrmacher - wir wollen Ihre Tugenden nicht

Thursday, March 30th, 2006

fmz_logo.gifEva Breidenbach-Fronius,Psychoanalytikerin in Salzburg, hat eine wunderbare Entgegung auf die wundersamen Thesen des Herrn S. in die standard geschrieben. Sie zitiert und schreibt weiter:
“Frauen werden im nächsten Jahrzehnt unglaublich wichtig. Es wird ein Riesendruck auf sie entstehen. Sie müssen arbeiten, Kinder kriegen und es stellt sich für sie die Frage: Was tue ich mit meinen alten Eltern?” So Schirrmacher im STANDARD vom 28. März. Damit nicht genug. Auch die für die menschliche Sozialisation und die Allgemeinheit notwendigen Voraussetzungen, wie Fürsorge, Achtsamkeit, Bezogenheit oder Solidarität sollen laut Schirrmacher von den Frauen bereitgestellt werden, und nur von ihnen. “Bei Männern funktioniert das eben nicht.” Große Aufgaben also, die uns Frauen zugewiesen werden. Vorweg: Wir wollen sie nicht.”

Sehr lesenswerter Beitrag - Frau kann sich freuen (-:

Filme gegen sexuelle Ausbeutung

Thursday, March 30th, 2006

Ab dem ersten April zeigt die LTU auf ihren Langstreckenflügen als erste Fluggesellschaft Filme gegen die sexuelle Gewalt an Kindern im Rahmen des Tourismus. Der Kurzfilm zeigt in einer Rückblende, wie ein Kind von einem Touristen angesprochen und mit auf ein Hotelzimmer genommen wird. Dies passiert vor den Augen einer Reihe zufälliger Zeugen. Sie alle nehmen die Szene wahr und könnten einschreiten, bevor ein Missbrauch stattfindet. Ausführliche Informationen bietet die Website von child-hood

Deshalb stellt unser Strafgesetz auch sexuelle Gewalt gegen Kinder durch Deutsche sowohl im In- als auch im Ausland unter Strafe. Allen Bürgerinnen und Bürgern, die im Ausland reisen und auf Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern stoßen, muss klar sein, dass sie die Schicksale der jungen Opfer mitbestimmen können. Zum Schlechten, indem sie wegschauen oder zum Guten, indem sie aktiv werden und sich an die Behörden wenden”, erklärt Dr. Hermann Kues, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfamilienministerium.

“Reisende sollen wissen, dass ihre Wachsamkeit Kinder schützen kann. Wir hoffen, mit diesem Spot zum Handeln zu motivieren und danken der LTU, dass sie ihn als erste Fluglinie zeigt”, erklärt Christa Dammermann, Referentin für Kinderrechte bei terre des hommes.

LTU-Geschäftsführer Jürgen Marbach über die Zusammenarbeit: “Die LTU will aktiv und konkret etwas für den weltweiten Schutz von Kindern tun. Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen und hoffen, dass sich viele weitere Fluggesellschaften an der Aktion beteiligen.”

Über Parteigrenzen hinweg: Bloß nicht weniger

Tuesday, March 28th, 2006

Da sind sich die Abgeordneten durch die Bank einig - lieber jede Diäetenreform verschieben als auch nur auf einen Cent zu verzichten. Seit Jahren diskutieren die Abgeordneten - es kommt nichts bei raus. Immerhin - so die Netzeitung:”…Ein Bundestagsabgeordneter bekommt aktuell eine steuerpflichtige Diät von 7009 Euro.” Und eine”… steuerfreie Kostenpauschale, die derzeit 3647 Euro beträgt, … Die Pauschale dient der Abdeckung von mandatsbedingten Kosten wie für eine Zweitwohnung in Berlin oder Bürokosten im Wahlkreis…” Na dann ist es ja klar - da haben alle 600 Abgeordneten viel zu verlieren. Wie wäre es damit: Anpassung der Diäten an das bundesdeutsche Durchschnittseinkommen von 2.200 € - steigt das Durchschnittseinkommen, steigen auch die Diäten…

Frauen in der Bundeswehr

Saturday, March 25th, 2006

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Der Zweiwochendienst zwd-online schreibt am 17.3. über Frauen in der Bundeswehr. Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestags Reinhold Robbe (SPD) erklärte am 14.3. in Berlin, dass die Integration der Frauen weitgehend störungsfrei laufe. Seit 2001 können Frauen freiwillig ihren Dienst in der Bundeswehr absolvieren. Schon wenig später bericheteten Medien allerdings von ersten versuchten Vergewaltigungen.
2005 leisteten bereits rund 11.500 Frauen ihren Dienst in dieser “letzten Männerbastion”. Trotz im Prinzip guter Integration nannte der Wehrbeauftragte allerdings auch Fälle sexueller Belästigung und Nötigung. Tja Jungs - das müsst ihr wohl noch lernen - wir sind jetzt überall….

Rentenangst wird von interessierter Seite geschürt

Friday, March 24th, 2006

Gestern (23.3.06) spätabends im Fernsehen. Zapp berichtet: “Die Schrumpfrente, seit Wochen das Thema bei “Bild”. “Bild” prophezeit Schockierendes: Rentenzahlungen weit unter Sozialhilfeniveau. Und tags drauf fragen “Bild”-Leser: “Wovon sollen wir im Alter leben?” “Ich habe Angst im Alter zu verarmen”, sagt sie laut “Bild”: Ilka Hillig, Friseurin aus Dortmund. Reporter: “Haben Sie Angst, im Alter zu verarmen?” Ilka Hillig: “Nein, eigentlich nicht, nein. Also ich denke, ich krieg das mit Sicherheit gut hin, wenn man sich ein bisschen was an die Seite legt. Und mit der Rente, die man sonst noch bekommt, denke ich, kriegen wir das schon hin.” Reporter: “Aber warum steht dann in der ‘Bild’-Zeitung, dass Sie Angst haben?” Ilka Hillig: “Das weiß ich nicht, warum die das geschrieben haben, das habe ich auf jeden Fall nicht gesagt!”

Auch der in Sachen Talkrunden reisende Prof. Bernd Raffelhüschen ist nicht so ganz ohne Eigeninteressen - immerhin sitzt er u.a. im Aufsichtrat der Ergo-Versicherungsgruppe. Ergo - trau ihnen nicht ….

Frauen lernen lesen!

Friday, March 24th, 2006

Der bolivianische Präsident löst eines seiner Wahlversprechen ein. Der Standard schreibt: “Die Regierung des bolivianischen Präsidenten Evo Morales hat am Montag mit Unterstützung Kubas und Venezuelas eine massive Alphabetisierungskampagne gestartet. Das Programm “Jawohl, ich kann!” sieht vor, innerhalb von zweieinhalb Jahren 1,2 Millionen Menschen Lesen und Schreiben beizubringen. In einer ersten, bis zum 30. April andauernden Etappe soll mit der Alphabetisierung von 200.000 Bolivianern im Spanischen begonnen werden. Später sollen die drei indianischen Sprachen Aimara, Quechua und Guaraní folgen. Ein besonderes Augenmerk gilt den Frauen und Mädchen. Vor allem in ländlichen Gebieten sind noch immer bis zu 60 Prozent der weiblichen Bevölkerung Analphabeten.”

Die Deutschen sterben aus - na und?

Friday, March 24th, 2006

Ein Raunen geht durch den deutschen Blätterwald: Hilfe wir sterben - zwar nicht gleich aber doch in berechenbarer Zeit. Mit “wir” sind natürlich die Deutschen gemeint. Ob Frank Schirrmacher - der ja immer ein gutes Händchen für trendige Themen hat - Bild-Zeitung, Focus, Spiegel … gestern dann auch in Maybritt Illner- sie alle beschäftigen sich mit dieser Frage. Warum eigentlich? Abgesehen von den dusseligen Vorwürfen an die ach so egoistischen Frauen - was soll das? Ein Kind zu bekommen ist Privatsache. Wir können höchstens Rahmenbedingungen schaffen, die wieder Lust auf Kinder machen - weg vom nicht funktionierenden Modell der “Hausfrau und Mutter”, die Heim, Herrn und Kinder versorgt. Weg von einem Bildungssystem, das Kindern das Lernen vermiest anstatt sie anzuregen. Weg von Sozialsystemen, die gerade für Familien nicht hin und her reichen. Das ist schon eher sinnvoll.

Und wenn die Deutschen dann aussterben? Na und? Dann stehen “die Türken” halt vor den Toren Hamburgs (((-: Deutschland wird damit nicht zur unbewohnten Wüste…

Karren aus dem Dreck ziehen

Tuesday, March 21st, 2006

Die online-zine karriere.de hat eine neue Serie gestartet “Mit Macht an die Spitze” zum Thema Frauen in die Chefetagen. Dort schreibt Anne Koschik: “Die Zeit ist reif für Frauenkarrieren.
Denn die Not der Wirtschaft ist unübersehbar: In Zeiten steigender Lebenserwartung und niedriger Geburtenraten wird qualifizierter Nachwuchs knapp. Schon in wenigen Jahren werden die Unternehmen den Fach- und Führungskräftemangel zu spüren bekommen. Und Frauen sollen die Lücken füllen - nicht nur auf Sachbearbeiterebene, sondern vor allem in den Chefbüros.” Der gut recherchierte und interessante Beitrag macht eines deutlich: Die Zeiten für Frauen sind gut. Allerdings ist auch klar: Sie werden nicht aus Ãœberzeugung hofiert, sondern zum einen greifen “Mächtige” gern auf Frauen zurück, wenn der Karren im Dreck steckt - erinnern wir uns an die Trümmefrauen nach dem 2. Weltkrieg. Zum anderen gibt es halt bald nicht mehr genug Männer. So gibt uns dass “Lückenbüßerdasein” im realen Leben neue Chancen an die Hand. Wir sollten sie nutzen. Aber auspassen: Es ist nun an den Frauen - nicht nur die Lücken des mangelnden männlichen Nachwuchs zu füllen, sondern auch hier und dort neue Akzente zu setzen. Themen wie: Ethik im Business, flexible Arbeitszeiten für Eltern, neue Arbeitszeitmodelle - sie liegen den Frauen oft näher als den Männern. Darum lasst uns ruhig in den nächsten Jahren nach den Sternen greifen und mehr, und mehr und mehr fordern. Solange, bis wir mit den Arbeitsbedingungen wieder zufrieden sind. Sonst besteht die Gefahr, dass die 50er Jahre sich wiederholen: Da wurden die Frauen wieder an den Herd geschickt - denn die Jungs kamen zurück.

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