Archive for July, 2006

Pranger für dumpfe Kerle

Friday, July 28th, 2006

Nutzen der modernen Technik: Unter der Ãœberschrift “Fotohandy ist das neue Pfefferspray” beschreibt Michael Aust in der taz einen neuen Trend in den USA, dem ich durchaus einiges abgewinnen kann. Auf dem “schrei zurück“-Blog werden Fotos von Männern veröffentlicht, die in der U-Bahn, beim Kellnern, auf der Straße, im Konzert und bei all den anderen Gelegenheiten Frauen belästigt haben. Sie stehen am Pranger - dank dem schnellen Foto mit dem Handy. Grund genug gibt es - auch in Deutschland. So schreibt zum Beispiel die taz in dem genannten Artikel: “Laut einer Studie des Bundesfamilienministeriums aus dem Jahr 2004 machen 58 Prozent der Frauen in Deutschland im Laufe ihres Lebens Erfahrung mit sexueller Belästigung. “Das geht von Anstarren über anzügliche Witze bis zu Busengrapschereien, Pokneifen und aufgedrängten Küssen”, sagt Irmgard Kopetzky vom Frauen-Notruf Köln. Die 38-Jährige lernt in ihrem Beruf viele Frauen kennen, die auf offener Straße oder in der U-Bahn belästigt worden sind. “Das sind Situationen, in denen die Frauen meist hilflos zurückbleiben”, sagt Kopetzky. “Der Typ ist weg, man kann nichts machen, aber das Scheißgefühl bleibt tagelang.” Die erlebte Grenzüberschreitung verfolge die Frauen manchmal bis in die Träume und raube ihnen das Sicherheitsgefühl.” Schreit zurück Ladies …

Belästigung beim G 8 - Gipfel

Monday, July 24th, 2006

Das kommt dabei raus, wenn nur eine Frau anwesend ist - ein übergriffiger US-Präsident. Es ist wirklich ungeheuerlich, was er sich erlaubt. Schade, dass der Gipfel nicht in den USA war - dort hätte eine Klage wegen Belästigung wohl mehr Chancen. Aber ob die Kanzlerin sich trauen würde? Das Kurzvideo ist zu sehen auf youtube.com Und die Netzeitung hat einen Artikel dazu geschrieben - in den USA macht es nämlich Furore: “Als «drive by sexual harrassment», also als sexuelle Belästigung im Vorbeigehen, bezeichnet eine Bloggerin namens «Shaianne» den Vorgang in ihrem Weblog. «Was zum Teufel passiert da? Bekommen die Martinis in der Kaffeepause?»”

Neu hierzu Artikel im spiegel-online “Bushs Grabsch-Gate” mit empörten Reaktionen aus den USA! bushmerkel.jpg

Norwegen - immer für eine Überraschung gut

Thursday, July 20th, 2006

Der norwegische Staat ist durch die Ölvorkommen in der Nordsee ziemlich reich. Mit dem Geld aus der staatlichen Ölförderung haben die Norweger einen Ölfonds aufgelegt, der in ausländische Unternehmen investiert. Parallel berät ein Ethikrat die Fondsmanager - und empfahl zum Beispiel den Verkauf sämtlicher Wal Mart - Aktien. Denn die US-Handelskette Wal Mart verletzt u.a. durch die systematische Diskriminierung von Frauen die Menschenrechte. Wal Mart Aktien im Wert von 416 Millionen US-Dollar kamen dadurch auf den Markt - der Kurs sank. Fantastisch - wunderbares Beispiel für die Macht ethischen Handelns durch Staaten.

der ganze Artikel aus FrauenSicht hier

“China und Russland sind echt groß”

Thursday, July 20th, 2006

… so George dabbelju Bush. Bei einem Mittagstisch-Geplauder während des G8-Gipfels - mit eingeschaltetem Saalmikro, deshalb dokumentiert von der Tagesschau-online - erfährt der US-Präsident, dass der chinesische Staaspräsident doch auch immerhin 8 Stunden bis nach Peking fliegt. Das hätte George aber nicht gedacht …. Es ist manchmal wirklich nicht zu fassen, von was für Menschen ein Teil der Welt regiert wird - einige sind gnadenlos dumm.

Was Muttis so kosten…

Wednesday, July 19th, 2006

… nämlich rund 380.000 Euro - und es kann bis zu einer Million Euro gehen. Ausgerechnet hat die Kosten für die nichtberufstätige Hausfrau Susanne Mayer in ihrem Artikel “Im Land der Muttis”. Toll geschrieben, witzig und faktenreich.

Leseprobe: “Der Halbwüchsige hängt am Telefon mit seinem Freund und höhnt: »Stell dir vor, die Mutter von dem ist den ganzen Tag Hausfrau!« Ich sage: »In welchem Ton redest du über Hausfrauen, unsere besten Freundinnen sind Hausfrauen!« Das Kind will wissen, was die tun, immer so allein zu Hause.

Wie gut, dass das Kind dies nicht bei Google nachfragt, denn wenn man bei Google »Hausfrau« eintippt, kommen ganz schnell süße Popups: »Lust auf Seitensprung?« Oder: »Sex-Abenteuer gesucht?«

Kopf in Sand1.jpg

Viel Spaß beim weiteren Lesen wünscht stefanie

Altersvorsorge für Frauen - Finanztest

Wednesday, July 19th, 2006

Stiftung Warentest: “Noch immer gilt: Altersarmut droht eher Frauen als Männern. Deshalb müssen Frauen besonders gut fürs Alter vorsorgen. Eine Voraussetzung dafür ist eine qualifizierte Beratung. FINANZtest hat die Altersvorsorgeberatung von einigen Banken und von auf Frauen spezialisierte Vermittlerinnen getestet. Fazit: Was den Wohlfühlfaktor und die Bestandsaufnahmen angeht, liegen die freien Beraterinnen vorn. Sie erfragten umfassend die finanziellen und die familiären Verhältnisse. Das ist notwendig für eine gute Beratung. Ihre Produktempfehlungen überzeugten aber nicht immer. Die Vermittlerinnen reagierten oft zu unflexibel auf die besondere Lebenssituation der Frauen. Von den Banken fühlten sich die Frauen in der Regel eher verunsichert oder schlecht beraten. FINANZtest sagt, welche Sparanlagen für die Altersvorsorge geeignet sind. Im Test: Sechs Frauen haben 14 Gespräche zur Altersvorsorge geführt, acht bei Finanzberaterinnen und sechs bei Banken.”

Kurz-Link zur Seite von Stiftung Warentest / Finanztest:
(Abruf der Testergebnisse ist kostenpflichtig - 1,00 EUR)

WM Rasen zu gewinnen

Tuesday, July 18th, 2006

Fußballfans aufgepasst: Wer gerne ein Stück des Weltmeister-Rasens aus dem Berliner Olympiastadion gewinnen möchte - die PR-Agentur Conosco verlost ein Stück. Hier geht es zum Preisrätsel.

Frauenmörder bleiben ungestraft

Monday, July 17th, 2006

Schon lange berichten Journalistinnen und Journalisten aus Mittelamerika über den Anstieg von Frauenmorden in der gesamten Region. So zum Beispiel in Guatemala wie am Freitag im ngo-online-dienst zu lesen: “Einem Bericht der Organisation (amesty international, sb) zufolge wurden im Jahr 2005 mindestens 665 Frauen und Mädchen ermordet. 2004 wurden 527 Fälle registriert, in den Jahren davor 383 bzw. 163 Fälle. Die Tendenz deute auf eine weitere Zunahme hin: Zwischen Januar und Mai 2006 seien offiziell bereits 229 Frauen und Mädchen gestorben.” Und für die Mörder gibt es offenbar keinen Grund aufzuhören - in nur drei Prozent der Fälle kommt es übehaupt zu Verhaftungen. Nähere Informationen und Möglichkeiten zum Handeln bietet amnesty international.

und es geht doch…

Friday, July 14th, 2006

Der Rheinische Merkur veröffentlichte gestern einen Artikel von Thomas Straubhaar, Präsident des Welt- Wirtschaft-Instituts in Hamburg. Er weist in seinem Artikel nach, dass ein Grundeinkommen von rund 7.500 € im Jahr für jede Bürgerin und jeden Bürger in Deutschland schon jetzt zu finanzieren ist. Nicht so einfach zu lesen, lohnt aber.

Die Diskussion um das Grundeinkommen als gute Alternative zu den herkömmlichen Sozialsystemen blüht auch in Österreich. Gerade hat die Katholische Sozialakademie ein neues Grundsatzpapier zu dem Thema heraus gegeben. Eine kurze Zusammenfassung und Bestellmöglichkeit bietet Radio Stephansdom.

Rigoberta Menchú

Friday, July 14th, 2006

rigobertamenchú.jpg

Rigoberta Menchú ist Indianerin aus Guatemala und erhielt 1992 den Friedennobelpreis. Der Probst-Verlag bringt in der Reihe “Superfrauen-Politik” ein schönes Porträt der willensstarken Frau. Nachzulesen unter pressemitteilung.de. Beeindruckend!