Archive for July, 2007

US-Kongreß für Entschuldigung

Tuesday, July 31st, 2007

Der US-Kongreß will eine Resolution verabschieden, die sich an die japanische Regierung richtet. Diese soll sich formell bei den ehemaligen noch lebenden Sex-Sklavinnen aus dem 2. Weltkrieg entschuldigen - eine Entschuldigung, die in weiten Teilen Asiens eine sehr große Bedeutung hat, und die die japanische Regierung bisher verweigert. Das japanische Kaiserreich stürzte in den 30er und 40er Jahren tausende Frauen ins Elend, indem sie den japanischen Soldaten als Sex-Sklavinnen zur Verfügung gestellt wurden. Die Frauen waren zwischen 12 und 22 Jahre alt. Chung Noh Gross vom Korean Council Berlin sagt in der Süddeutschen-Online:” “Viele kaiserliche Soldaten haben sich in regulären Bordellen mit Geschlechtskrankheiten angesteckt.” Deshalb seien die japanischen Besatzer dazu übergegangen, eigene Bordelle zu schaffen, in die sie Frauen zwangen. Möglichst jung, zwischen zwölf und 22, denn Jungfrauen, glaubten die Besatzer, hätten keine Geschlechtskrankheiten, so Gross, die auch ein Buch zu der Problematik geschrieben hat.”

Doch das Bemühen des US-Kongresses könnte zum zweischneidigen Schwert werden. So schreibt Oliver Das Gupta in seinem Artikel weiter: “Erst im März waren japanische Dokumente bekanntgeworden, wonach die US-Armee vom System der “Trost”-Stationen wusste - und nach dem Sieg im August 1945 zumindest teilweise einige Monate weiterbetrieben hat. Eingefädelt wurde die freundliche Ãœbernahme demnach durch die japanische Polizei und Tokioter Geschäftlsleute. Mit diesem Deal wollte man die “normalen Frauen und Mädchen”, schützen, wie es in den japanischen Papieren heißt. Zehntausende Frauen sollen in den “Brothels” für die amerikanischen Soldaten zugange gewesen sein.”

Stromrebellin ausgezeichnet

Monday, July 9th, 2007

Ursula und Michael Sladek Erstmalig in der Bundesrepublik Deutschland zeichnete das Kuratorium des Deutschen Gründerpreises sozusagen eine Bürgerinitiative aus. Die “Stromrebellen” des Städtchens Schönau im Schwarzwald erreichten innerhalb von 10 Jahren, was ihnen wohl anfangs niemand zugetraut hätte: Sie gründeten ihr eigenes “Stadtwerk” und setzten voll auf saubere Energie. Die Erfolgsgeschichte begann mit einer Frau: Ursula Sladek, Lehrerin und Mutter von fünf Kindern, hatte 1986 nach dem Tschernobyl-Gau des ukrainischen Atomkraftwerks die Nase voll. Sie gründete mit ihrem Mann eine Bürgerinitiative, focht für Bürgerbegehren und zwang einen Energieversorger in die Knie - David gegen Goliath im Schwarzwald. Und wie in der Bibel gewinnt auch hier David - ups - in diesem Fall Davida :-)