Posts Tagged ‘Frauen’

Merkwürdiger Schweizer

Monday, September 7th, 2009

Ich finde ja schon manche Diskussionen in Deutschland sehr grenzwertig (Eva-Prinzip und sowas), aber diese Diskussion in der Schweiz ist auch besonders abartig. Was ist geschehen?

Jasmin Staiblin - Generalin oder Rabenmutter?

Jasmin Staiblin - Generalin oder Rabenmutter?

Jasmin Staiblin, Chefin des Weltkonzerns ABB in der Schweiz (Energie- und Automationstechnik) nimmt vier Monate Mutterschaftsurlaub. Die Boulevardblätter jubeln “Höchste Managerin der Schweiz macht Babypause”.  Doch einer kann es nicht lassen: Roger Köppel, Verleger und Chefredaktor der Weltwoche, findet, ein “General” könne seine Armee nicht im Stich lassen - und meint damit doch tatsächlich die viermonatige Pause der Konzernchefin. Damit schlagen die Wogen hoch in der Schweiz, viele finden das Verhalten von Frau Staiblin richtig - denn keine führt einen Weltkonzern ganz allein (das denken ja nur immer die Männer ;-) . Doch damit nicht genug. Herr Köppel dreht das Ganze einfach um -  und heraus kommt: Frau Staiblin ist ja eigentlich eine Rabenmutter, denn nach 4 Monaten lässt sie ihr Kind wieder allein. Aha! Weiß der Gute denn wohl was er will?

Wir müssen ihn ja nicht verstehen. Vielleicht wird er bald von einer Frau in seinem Job abgelöst, dann müssen wir uns nicht mehr ärgern - über altbackene Schweizer Männer

Quelle: fr-online

Eigene Kraft reicht nicht aus

Wednesday, August 19th, 2009

Die Wahlen in Afghanistan sind in aller Munde. Nur wenige kümmern sich bei diesem Thema um die Situation der Frauen. Die Organisation medica mondiale hat auf ihre Homepage ein Interview der Journalistin Ann Jones mit einer Mitarbeiterin vor Ort gestellt. Ihr Fazit: Die internationale Gemeinschaft muss sich sehr viel stärker für die afghanischen Frauen einsetzen - sie können es aus eigener Kraft kaum schaffen.

                  Das vollständige Interview

Wieder an Bord

Monday, August 17th, 2009

Hallo zusammen, nach einem dreiviertel Jahr Pause - shame on me - bin ich wieder am Start. In Zukunft werde ich wieder regelmäßig bloggen, spätstens ab dem 31.8. In den letzten Monaten war ich mit einer Neuorientierung im Beruf stark beschäftigt, dazu bald mehr.

Heute die neusten Nachrichten von der “Feminisierung” der CDU ;-)  Der Sender n-tv berichtet online:

“Auch Kanzlerin Merkel findet es “nicht hinnehmbar”, dass noch immer mehr Männer in den Chefsesseln deutscher Konzerne Platz nehmen. Die Frauen-Union will deshalb notfalls wie Norwegen Gesetze einführen, die diesen Zustand ändern sollen. …

Vollbild anzeigen ”Norwegen hat per Gesetz eine Frauenquote von 40 Prozent in Aufsichtsräten beschlossen. Wenn alle Appelle nichts nützen, kann das auch für Deutschland eine Option sein”, erklärte die frisch wiedergewählte Vorsitzende der Frauen-Union, Maria Böhmer, in Duisburg.”….

 

Sach ich doch…. :-)

Elterngeld juristisch bedenklich?

Tuesday, November 18th, 2008

Eine interessante Stellungnahme zum Elterngeld hat der ^Deutsche Juristinnenbund veröffentlicht:

Elterngeld ist für Eltern bei Teilzeitarbeit unattraktiv

Pressemitteilung vom 14.11.2008

Der Deutsche Juristinnenbund (djb) unterstützt den Offenen Brief zum Bundeselterngeldgesetz, in dem zahlreiche Verbände und Expert/innen Nachbesserungen fordern

Am 13. November 2008 hat der Deutsche Bundestag in zweiter und dritter Lesung über das erste Änderungsgesetz zum Bundeselterngeldgesetz beschlossen. Diese Änderungen sind aus Sicht der Unterzeichner/innen, zu denen auch der djb gehört, zur Förderung partnerschaftlicher Erziehungsverantwortung nicht ausreichend; es besteht weiterer Nachbesserungsbedarf.

Der Deutsche Juristinnenbund (djb) fordert seit der Einführung des Elterngeldes, dass gemeinsame Teilzeit und Kinderbetreuung durch beide Eltern gefördert und nicht – wie jetzt durch das Gesetz – behindert werden darf. Reduzieren beide Elternteile ihre Arbeitszeit und damit das Einkommen, das der Berechnung des Elterngeldes zugrunde liegt, um die Hälfte, ist ihr gesamter Elterngeldanspruch mit dem 7. Lebensmonat des Kindes erschöpft. Das erste Änderungsgesetz sieht hierzu keinerlei Änderungen vor.

Der djb hat bereits im ersten Gesetzgebungsverfahren im Jahr 2006 einen konkreten Regelungsvorschlag zur Lösung des Problems entwickelt. Dr. Christine Fuchsloch, die als Sachverständige vom Bundestagsausschuss für Familie angehört wurde, erläutert die Position des djb: „Gegenwärtig schreibt der Staat durch die Ausgestaltung des Elterngeldes vor, dass Eltern ihre Kinder im ersten Lebensjahr entweder in Vollzeit erziehen oder in Vollzeit arbeiten sollen. Das ist verfassungsrechtlich bedenklich. Durch die Geburt eines Kindes wird ein Anspruch auf Elterngeld für beide Eltern begründet. Es ist daher nur konsequent, dass sich die Eltern die Erziehung auch teilen können, wenn der monatliche Gesamtelterngeldanspruch begrenzt wird. Mit einer solchen Regelung wären auch keine zusätzlichen Kosten verbunden, denn grundsätzlich sind zwei halbe Elterngeldmonate (d.h. jeweils Einkommensreduzierung maximal um die Hälfte) nicht teurer als ein voller Elterngeldmonat.“

Aus Anlass des enttäuschenden Ersten Änderungsgesetzes haben sich fünf von insgesamt sieben der im Gesetzgebungsverfahren gehörten Sachverständigen, 22 Verbände, 244 Gleichstellungsbeauftragte und 33 weitere Unterstützer/innen am 14. November 2008 in einem Offenen Brief an Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen gewandt und eine Lösung dieses Problems angemahnt. Sie betonen, dass die gegenwärtige Regelung weder im Interesse der Eltern noch der betroffenen Unternehmen liegen kann und zudem die Arbeitsmarktchancen von Frauen deutlich schmälert. Jetzt ist eine weitere Reform überfällig.

Der djb hat ausführliche schriftliche Stellungnahmen zum Ursprungsentwurf des Elterngeldgesetzes

und zum ersten Änderungsgesetz

abgegeben, in denen jeweils der doppelte Anspruchsverbrauch bei gemeinsamer Teilzeit kritisiert wurde.

Kontakt zu Dr. Christine Fuchsloch:
Über die djb-Geschäftsstelle: Telefonnr. 030 4432700.

Frauen in der Politik - das Desaster in Hessen

Monday, November 3rd, 2008

Andrea Ypsilanti - verraten und verkauft

Andrea Ypsilanti - verraten und verkauft

Egal wie man zu Frau Ypsilanti steht - das heutige Desaster hat sie nicht verdient. Seit Monaten wird sie von den Medien als “machtgeil” und schlimmeres (Herr Koch dagegen ist wieder der verantwortungsvolle Gutmensch, als ob der nicht an seinem Stuhl klebe) bezeichnet, eine beispiellose Medienhetze ging los. Heute also dann der Absturz. Dazu gibt es einen wunderbaren Artikel in der FR-Online von Martin Hecht (bereits am 25.9.08 erschienen). Er schreibt zum Schluß:

“Neutrale Frauentypen in der Politik haben die patriarchalen Ordnungsstrukturen noch nie durcheinandergebracht. Die anderen dagegen schon. Eine, die nicht nur als Politikerin, sondern auch als Frau aus dem Grau tritt - da treten dem Herrn Ministerialdirigenten die Schweißperlen auf die Stirn.

Und doch hat dieser Frauentyp kaum eine Chance, ganz oben anzukommen. Ségolène Royal hat - als eben dieser Typ Frau, den sie repräsentiert - neben Sarkozy in Frankreich nie wirklich eine Chance gehabt, französische Staatsprä-sidentin zu werden. Präsidentengattin schon eher…

Eine Frau, die auch nur halbwegs ins männliche Beuteschema passt, darf niemals über den Männern stehen. Das wäre eine verkehrte Welt. Und bevor man zulässt, dass die Welt auf den Kopf gestellt wird, tut man alles dafür, dass alles so bleibt, wie es war.”

Und mir bleibt anzumerken: Dumm - die Schwierigkeiten der Sozialdemokratie mit ihren starken Frauen. Sie haben sehr wenig davon: Andrea Nahles, Ute Vogt, Heide Simonis und vielleicht wäre auch Andrea Ypsilanti eine geworden. Hätte man sie denn gelassen. All diesen Frauen wurden zeitig die Flügel gestutzt. Ihr Fehler: Sie verließen sich darauf, dass innerparteiliche Demokratie etwas gilt, dass das zugesagte Wort gilt. Tja, das ist spätestens seit der Schröder-Ära nicht mehr so. Schade. Eine Partei mit großer Tradition geht gerade den Bach runter. Darüber kann ich mich nicht freuen.

Sehr lesenswert auch der Beitrag im Publik-Forum Blog von Wolfgang Storz unter dem Titel “Die Kultur des Putsches”.


Frauenhäuser-Wunschzettel

Tuesday, October 21st, 2008

Eine wunderbare Aktion: Die Hausfrauenseite veröffentlicht Wunschzettel von Frauenhäusern. Da stehen sowohl Töpfe und Pfannen, Betten und Bettzeug als auch Kinderspielzeug und Kosmetika aufgeschrieben. Wer von euch also mal genau zu Hause schaut, könnte mit einem Päckchen große Freude machen.

Israel in Frauenhand?

Monday, September 22nd, 2008

Gestern trat der israelische Regierungspräsident Ehud Olmert zurück. Vor wenigen Tagen hatte Außenministerin Zipi Livni Olmert an der Spitze der Kadima-Partei abgelöst und steht damit auch vor der Übernahme der Regierung. Gar nicht so leicht in einem Land, das viele Parteien und Interessen berücksichtigen muss. Die NZZ hat dazu am Freitag letzter Woche einen schönen Hintergrundbericht veröffentlicht. Zipora Livni ist jetzt die einflussreichste Frau in Israel. Zu ihrem Hintergrund und Werdegang veröffentlichte die Welt eine schöne Fotostrecke. Auch in der Emma Ausgabe 5/2008 steht ein interessanter Artikel zu dieser noch nicht so prominenten Politikerin.

Zukünftiege Regierungspräsidentin in Israel?

Zukünftiege Regierungspräsidentin in Israel?

Vielleicht wird es ja mit den starken Frauen in Israel gelingen, die Regierungskrise zu lösen und einen Schritt in Richtung Frieden mit den palästinensischen Nachbarn zu gehen.  Livni muss jetzt eine Koalition zusammenstellen. und - so die NZZ: “Sollte ihr das gelingen, werden in Israel die Führer aller drei Staatsgewalten Frauen sein: Neben Livni als möglicher Regierungschefin fungiert Dorit Beinisch als Präsidentin des Obersten Gerichts und die Abgeordnete Dalia Itzik als Vorsitzende des Parlaments.” Das kann doch nur spannend werden …

Katholiken statt Frauen

Monday, August 25th, 2008

... ganz ohne Frauen

... ganz ohne Frauen

Ich hatte hier im Blog ja schon geschrieben, dass ich doch Hillary Clinton die Daumen gedrückt habe. Nun ist also Barack Obama der Kandidat der Demokraten. Und gerade hat er seinen Vize ernannt - Joe Bilden - und nicht Hillary Clinton oder eine andere Frau. Amerikanische Wahlkämpfe sind stark durch Arithmetik und dem Berechnen des Wahlvolks geprägt. Anscheinend hatte Obama das Gefühl, im Zweifelsfall mehr Katholiken für den Sieg zu benötigen - die ihm Bilden bringen soll - als bei den Frauen punkten zu müssen. Die Enttäuschung bei den Frauen in der demokratischen Partei muss groß sein. Schade, ein Gespann Obama und Clinton - oder Obama und eine andere Frau - wäre viel spannender gewesen. Ich bin ziemlich sicher, dass sich der gute Mann hier verrechnet hat. Schaun wir mal …

Hintergrund: schöner Artikel in der welt-online

Manager dürfen Väter sein

Monday, August 18th, 2008

Letzten Mittwoch vor dem Arbeitsgericht in Düsseldorf: Achim Schwarz, führender Angestellter bei der (bisher) renommierten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft “Ernst & Young” erhält die richterliche Bestätigung: Auch Manager dürfen sich um ihre Kinder kümmern und Teilzeit arbeiten. Der Richter ließ während des Prozesses klar durchblicken: Es war Unrecht, Achim Schwarz seinen Antrag auf Teilzeitarbeit zu verwehren.

Was war passiert? Achim Schwarz und seine Partnerin hatten sich alles gut überlegt: Jeder von ihnen sollte ein halbes Jahr in Elternzeit gehen, danach wollten sie beide in Teilzeit arbeiten und sich gemeinsam um ihre kleine Tochter kümmern. Allerdings hatten sie die Rechnung ohne den Wirt, d.h. in diesem Fall ohne Ernst & Young, gemacht. Der Antrag auf Teilzeit von Achim Schwarz wurde abgelehnt. Nach der Devise “ganz oder garnicht” verwehrten die führenden Wirtschaftsprüfer das Recht auf Teilzeitarbeit. Achim Schwarz blieb zwei Jahre zu Hause, seine Frau ging als Lehrerin voll arbeiten. Aus der Traum von gemeinschaftlichem Elterndasein. Nicht rechtmäßig, wie vor Gericht nun bestätigt. Achim Schwarz erhält für seine entgangene Teilzeit 45.000 € und sein Arbeitgeber großes öffentliches Interesse. Dies allerdings nicht zum Positiven - das Unverständnis in den Medien ist groß.

Und das ist dann auch die gute Nachricht: Ernst & Young haben es völlig unterschätzt, dass der Zeitgeist auch Vätern ihre Rechte einräumt. Der Imageschaden ist angerichtet. Wie ein Hohn klingt es denn nämlich vor dem Hintergrund dieses Prozesses, dass wir auf der Homepage von Ernst & Young lesen: “Unsere Mitarbeiter sind unser wichtigstes Kapital. Wir erwarten von unseren Mitarbeitern, dass sie sich überdurchschnittlich engagieren. Wir wissen aber auch, dass sie effektiver und besser arbeiten, wenn sie ein ausgeglichenes Leben führen.”

Tja Jungs, altes Denken ist nicht mehr angesagt, auch Männer emanzipieren sich ;-)

Verflixte Technik

Monday, July 21st, 2008

Durch einen üblen Virus war ich über drei Wochen vom Blog abgeschnitten.  Mit heftiger Unterstützung der tollen Fafalters bin ich jetzt wieder am Start. Leider sind bei der Rettungsaktion drei aktuelle Postings verloren gegangen. Aber ich bin ja froh, dass der Rest gerettet wurde. Am Freitag geh ich in den Urlaub - ab dem 15. August poste ich wieder. Bis dahin wünsche ich euch noch ein paar schöne Sommertage  stefanie

Wir sind in Urlaub ;-)

Wir sind in Urlaub ;-)